Im Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen Klimapakets kommt es zu einer weitreichenden Veränderung der staatlichen Förderungen für Neubauten und Sanierungen. Diese Änderungen sollen bereits ab dem 01.Januar 2020 gelten.

So sollen neue Gasheizungen nur noch gefördert werden, wenn diese "renewable ready" sind oder es sich um eine Gas-Hybrid Heizung handelt. Die bisherige Förderung, nach der die meisten Heizungserneuerungen mit einem Zuschuss in Höhe von 15% gefördert wurden, soll entfallen. Für Beratungsleistungen, die Umsetzung mehrer Maßnahmen zur Sanierung eines Gebäudes zum Effizienzhaus und für den Einabu neuer Heizsystem auf Basis von Biomasse (z.B. Pellets) oder Wärmepumpen werden die Fördersätze voraussichtlich massiv erhöht.

Hiermit will man erreichen, dass viele Gebäude möglichst effektiv saniert werden. Ein Schritt in die richtige Richtung. Wir halten Sie auf dem Laufenden

Diese oder ähnliche Aussagen hören wir immer wieder und möchten an dieser Stelle einmal mit diesem Märchen aufräumen. Anhand der sogenannten Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung lässt sich die Aussage recht eindrucksvoll widerlegen.

Zu den Einzelmaßnahmen gehören 

Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
Erneuerung der Fenster und Außentüren
Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage
Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage.
Gefördert werden die Kosten der energetischen Maßnahme, Wiederherstellungskosten und Planungs- und Beratungsleistungen. Erneuern Sie nun zum Beispiel die Heizung mit einem Investitionsvolumen von 15.000 € können Sie zwischen dem Investitionszuschuss in Höhe von 10% dieser Kosten und einem zinsgünstigen Kredit in Kombination mit einem Tilgungszuschuss wählen. Da eine Baubegleitung Pflicht ist, fallen natürlich dafür und für die Beantragung der Förderung Kosten an, die aber wiederum gefördert werden. Bleiben wir bei unserem Beispiel mit der Heizung, erhalten Sie nach Abzug aller Kosten insgesamt einen Zuschuss von 1.180 € oder einen zinsgünstigen Kredit mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 1155 € bei Kosten von 370 €.
Bei größeren Sanierungsmaßnahmen erhöhen sich diese Summen noch erheblich, so dass die Aussage "es rechnet sich nicht" wohl ins Land der Märchen gehören.